Blancpain präsentiert mit der neuen Villeret Ultraplate die womöglich stilvollste Kombination aus Eleganz und Understatement. Dass sich die Manufaktur damit auch ganz inoffiziell um den Titel der ultimativen Dresswatch bewirbt, steht nach unserem Test jedenfalls fest. Welche Besonderheiten wir darüberhinaus beim Betrachten und Tragen der Uhr entdeckt haben, lesen Sie hier.

Die Blancpain Villeret Ultraplate
Effektiv minimalistisch: Das Zifferblatt der Villeret Ultraplate 6605.

Die Kunst des Weglassens à la Villeret

In der richtigen Situation immer das Richtige zu sagen, nicht zu viel und nicht zu wenig, gilt vielen als zwischenmenschliche Wunschvorstellung und kommunikativer Balanceakt. Wer nicht Sprache sondern Uhren gestaltet, sieht sich mit einer ähnlich anspruchsvollen Aufgabe konfrontiert: Wie transportiert man den Markenkern eines Modells und hält dabei Design und Proportionen im Gleichgewicht? Wenn wir uns die neue Blancpain Villeret Ultraplate anschauen, hat das verantwortliche Designteam auf diese Frage sehr passende Antworten gefunden. 

Seit jeher werden Optik und Technik der Uhren mit dem Namen Villeret durch die Kombination aus eleganter Formensprache und uhrmacherischem Können bestimmt. Im Falle der Ultraplate 6605 in Edelstahl ist ein besonders minimalistischer Zeitmesser entstanden, dessen Gestaltung sich in vornehmer Zurückhaltung übt, während die Technik mit allem begeistert, was die Haute Horlogerie einer Zweizeigeruhr zur Verfügung stellen kann. 

Die Blancpain Villeret Ultraplate

Schneeweiß ist ihr Zifferblatt. Bloß applizierte, römische Stundenindexe aus Weißgold und dezente Schriftzüge zieren das Gesicht der Uhr. Geschwungene Blattzeiger überraschen mit eleganten Durchbrechungen, die bewusst nicht mit Leuchtmasse gefüllt worden sind. So wird die Form der beiden Zeitanzeiger noch stärker betont. Um der Reduziertheit auf das Wesentliche ein schlichtes Metall an die Seite zu stellen, wird die Villeret Ultraplate auch in Edelstahl produziert. Dabei macht die Uhr ihrem vielversprechenden Namenszusatz alle Ehre. 

Die Blancpain Villeret Ultraplate
Macht ihrem Namen alle Ehre: 7,39 mm ist das Gehäuse der Villeret Ultraplate hoch.

Wenn Ultraplate keine Plattitüde ist 

Wie der französische Modellzusatz „Ultraplate“ (deutsch: ultraflach) bereits vermuten lässt, zielt die minimalistische Gestaltung bei dieser Villeret auch auf eine geringe Bauhöhe ab. Bloß 7,39 mm misst das Edelstahlgehäuse, wobei der Durchmesser bei zeitgemäßen 40 mm liegt. Deshalb spürt man am Handgelenk, dass eine dezente und hauchdünne Uhr nicht notwendigerweise auch eine kleine Uhr ist. 

Typisch für Villeret sind der die sogenannte Doppelreif-Lünette und die leicht geschwungenen Hörner. Sowohl auf der Vorder- wie auch auf der Rückseite sind kratzfeste Saphirgläser verbaut. Durch das Drehen der Uhr wird so der Blick in das Herz des Zeitmessers freigegeben. Was sich hier zeigt, ist kunstvolle Uhrmacherei aus 131 Werkteilen. 

Das Kaliber 11A4B der Villeret Ultraplate
Das Kaliber 11A4B treibt die Villeret Ultraplate an.

Das Blancpain Kaliber 11A4B

Für den zuverlässigen Antrieb der Villeret Ultraplate verwendet Blancpain das Kaliber 11A4B mit Handaufzug. Dank zwei in Serie geschalteter Federhäuser erreicht die Uhr starke 96 Stunden Gangautonomie nach Vollaufzug, was vier vollen Tagen entspricht. Wer den gegenwärtigen Stand der verbleibenden Energie überprüfen möchte, ist auf der Werkseite ohnehin goldrichtig. Um das dezente Erscheinungsbild des Gesichts der Uhr nicht zu stören, befindet sich die Kraftanzeige auf der Rückseite. Neben anglierten Kanten wurden die Oberflächen des Werkes zudem mit einem Côtes-de-Genève-Schliff versehen. Durch die Verwendung einer Spiralfeder aus Silizium ist die Villeret Ultraplate auch für den Alltag zwischen Smartphones und Tablets geeignet. Die antimagnetische Eigenschaft ihrer Feder beugt so den Beeinträchtigungen des Gangverhaltens durch Magnetfelder vor. 

Die Blancpain Villeret Ultraplate

Fazit: Blancpain Villeret Ultraplate 6605

Mit der Villeret Ultraplate 6605 ist Blancpain ein Paradebeispiel an Eleganz und Understatement für das Handgelenk geglückt. Ohne zierlich oder fragil zu wirken, meistert sie eine Bauhöhe von bloß 7,39 mm. Die schlichte Gestaltung ihres Gesichtes macht sie zu einer echten Dresswatch, die auch technisch in der ersten Liga spielt. Neben vier Tagen Gangautonomie sorgt vor allem ihre Spiralfeder aus antimagnetischem Silizium für echten Alltagsnutzen. Am Handgelenk nimmt das Edelstahlgehäuse dank eines Armbandes aus schwarzem Alligatorleder bequem Platz. Für 9.410 Euro liefert Blancpain dieses erlesene Paket aus durchdachten Details, einem Haute-Horlogerie-Herz und gestalterischer Eleganz. 

Weitere Informationen zur Uhr finden Sie hier. Unsere Tests ausgewählter Neuheiten von Blancpain haben wir hier für Sie zusammengestellt. 


Text & Bilder © David Schank, Watchlounge