Reisen mit Vacheron Constantin: Les Cabinotiers „Récits de Voyages“

Vacheron Constantin zelebriert die Haute Horlogerie und die feinen Handwerkskünste mit neuen Modellen der Linie „Les Cabinotiers“. In diesen Ateliers werden ausschließlich Einzelstücke gefertigt, die, entweder auf Kundenwunsch oder einmal pro Jahr durch einen kreativen Impuls der Marke in Form einer exklusiven Kollektion entstehen. In diesem Jahr erscheinen die tickenden Meisterwerke unter dem französischen Motto „Récits de Voyages“, was sich „Reiseberichten“ übersetzen lässt. Die verschiedenen Modelle sind deshalb auch ein Rückblick auf das, was die Genfer Traditionsmanufaktur in ihrer nun 268-jährigen Geschichte in den verschiedenen Ländern dieser Welt entdeckt hat. Höchste Zeit also, sich selbst auf eine Reise durch die höchsten Sphären der Haute Horlogerie zu begeben.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Armillary Tourbillon

Armillaire Tourbillon: Hommage an den Art-déco-Stil

Alle Unikate der neuen Les Cabinotiers Kollektion „Récits de Voyages“ zeichnen die geografische Expansion von Vacheron Constantin nach, bei der Amerika eine Schlüsselrolle einnimmt. Erste Kontakte wurden 1832 mit den Vereinigten Staaten geknüpft, gefolgt von Brasilien 1835 und Mexiko zehn Jahre später. In den USA war die Jahrhundertwende vom Stil des Art déco geprägt, das sich schnell zu einer umfassenden Kunstform entwickelte. Die neue, mit Genfer Punze zertifizierte Les Cabinotiers Armillaire Tourbillon ist deshalb eine Hommage an den Art-déco-Stil und wird von dem Manufakturkaliber 1990 angetrieben, das über einen biaxialen Tourbillon- Regulator sowie sofortiger bi-retrograder Stunden- und Minutenanzeige verfügt.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Armillary Tourbillon

Mit dem zweiachsigen Tourbillon und dem skelettierten Zifferblatt samt bi-retrograder Anzeige verbindet die Uhr den kreativen Raum von Ästhetik und Art-déco-Stil. Die Meistergraveure der Manufaktur haben nicht nur die Brücken und die Platine des Kalibers 1990 überarbeitet, sondern auch die Gehäuseflanken mit einem Fries verziert, der sich über die Bandanstöße erstreckt. Mit der sogenannten Flachrelief-Technik erzeugt der Graveur zum Beispiel ein stärker akzentuiertes Motiv als es die Kaltnadelradierung vermag; hier werden Oberflächen Punkt für Punkt von Hand punziert, während die Abrundung mit einem Werkzeug erfolgt, dessen gerundete Fassung durch dünne, scharfe Stahlspitzen gekennzeichnet ist. Auf der Vorderseite ist das Kaliber vollständig von Hand guillochiert, mit einem geometrischen, vom Art-déco-Stil inspirierten Strahlenmuster. Die Metalloberfläche wurde DLC beschichtet, um den Kontrast zur Farbe des Gehäuses und der Brücken zu betonen, was wiederum an die Kombination von Messing und Schmiedeeisen erinnert, die für die Ornamentik des Art déco typisch ist.


Vacheron Constantin Les Cabinotiers Répétition Minutes Tourbillon

Répétition Minutes Tourbillon: Hommage an den Art-déco-Stil

Vacheron Constantin setzte schon sehr früh auf die neuen Märkte im Mittelmeerraum und lernte die Besonderheiten der osmanischen Kultur durch den Handel mit der Türkei ab 1817 und später ab 1865 die der arabischen Kultur durch den Austausch mit Ägypten kennen. Zu diesem Zeitpunkt war die Maison bereits seit 1832 in New York vertreten, einer Stadt, in der schon bald die Art-déco-Wolkenkratzer entstehen sollten. Les Cabinotiers Minutenrepetition Tourbillon – Hommage an den Art-déco-Stil und Hommage an die Arabeske feiern die unverwechselbare Architektur dieser Orte. Beide Uhren werden vom Manufakturkaliber 2755 TMR angetrieben, das mit zwei bedeutsamen Komplikationen ausgestattet ist: dem Tourbillon und der Minutenrepetition.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Répétition Minutes Tourbillon

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat sich Amerika zu einem bevorzugten Ziel für Vacheron Constantin entwickelt. Ab den 1810er Jahren intensiviert die Maison dort ihren Handel, vor allem mit den Vereinigten Staaten. 1832 lässt sich der Genfer Uhrmacher Jean Magnin, der damals in New York ansässig ist, über Makler in Le Havre ein Sortiment von Vacheron Constantin-Uhren mit Emaille-Malereien zusenden. Jean Magnin und sein Nachfolger Ferdinand Thieriot vertreten die Maison bis 1848 und öffnen den Markt nach und nach für die großen Städte des Landes. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Vacheron Constantin in Amerika bereits prominent vertreten, vor allem in den angesehenen Familien des Landes, deren Repräsentanten Uhren der Maison tragen. Zu ihnen gehören die Rockefellers, Henry und William James sowie der Automobilhersteller James Ward Packard. In Anbetracht der geringen Ausdehnung der Stadt beschließen die Wirtschaftsmagnaten damals, ihrem Hauptsitz in New York ein zunehmend vertikales Erscheinungsbild zu geben. Ab den 1920er Jahren beginnt in Manhattan der Bau von Wolkenkratzern im Art-déco-Stil, wie beispielsweise das Chrysler Building. Die Les Cabinotiers Minutenrepetition Tourbillon – „Hommage an den Art-déco-Stil“ zelebriert diese architektonische Pracht mit Holzeinlegearbeiten, die in diesem Fall von der Cloisonné-Emaillierung inspiriert sind. Der obere, flache Teil des Zifferblatts ist mit einem Strahlenmotiv versehen, das an die für das Art déco typischen Innendekorationen erinnert.

Répétition Minutes Tourbillon: Hommage an die Arabeske

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Répétition Minutes Tourbillon

Die Beziehung Vacheron Constantins zum Nahen Osten beginnt 1817 mit der Türkei in den Städten Smyrna und Konstantinopel, den Zentren des damaligen jahrhundertealten Osmanischen Reiches. Sie wird mit Ägypten, das ebenfalls noch unter osmanischem Einfluss steht, ab 1865 fortgesetzt. Die Präsenz in diesen Märkten und die historische Dimension dieser Handelsbeziehungen bilden eine Chronologie, die von besonderen Kreationen Vacheron Constantins geprägt wird. Der Ruf als Manufaktur hochkomplizierter Uhren führte zu Aufträgen für Zeitmesser, die heute Teil der Uhrengeschichte sind. Dazu gehören eine Uhr, die auf Wunsch der Schweizer Gemeinde in Ägypten gefertigt und laut einem im Archiv der Manufaktur aufbewahrten Brief als „Spitze der Uhrmacherkunst“ 1929 dem ägyptischen König Fouad I. überreicht wurde, sowie eine Uhr, die 1946 an seinen Sohn König Farouk geliefert wurde und die damals als komplizierteste Uhr der Welt galt. Die herrschenden Familien der Region gehörten zu den Stammkunden der Maison. 

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Répétition Minutes Tourbillon

Das Design der Les Cabinotiers Minutenrepetition Tourbillon – „Hommage an die Arabeske“ ist dem architektonischen Reichtum der muslimischen Welt mit ihren Spitzbögen, Kuppeln und Maschrabiyyas gewidmet. Die Gravur nimmt ganze drei Monate in Anspruch und erfordert äußerste Sorgfalt bei der Ausführung der bloß Zehntelmillimeter großen Schnitte.


Vacheron Constantin Les Cabinotiers Grisaille Haute Joaillerie Dragon

Grisaille Haute Joaillerie: Drache

Mit den ersten Handelskontakten, die Vacheron Constantin Mitte des 19. Jahrhunderts mit China knüpft, wird das Land der aufgehenden Sonne zu einem wichtigen Reiseziel für die Maison. Als Hommage an diese Verbindung ist die Les Cabinotiers Grisaille Haute Joaillerie – „Drache“ mit einem Zifferblatt aus grüner Grisaille-Emaille ausgestattet – eine Premiere für Vacheron Constantin und eine neuartige Kulisse für den mythischen Drachen mit fünf Klauen. Das Manufakturkaliber 1120, eines der flachsten je hergestellten Automatikwerke, treibt dieses mit Diamanten im Baguetteschliff besetzte Unikat an.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Répétition Minutes Tourbillon

Bei der Kunst der Grisaille handelt es sich um eine Technik, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Bei dieser heute selten gewordenen Handwerkskunst werden Schichten einer weißen Emaille, des so genannten Limoges-Weiß, auf einen dunklen Emaillegrund aufgetragen. Dabei wird jede einzelne Schicht im Ofen mehrmals gebrannt, wobei die Brennzeiten sekundengenau eingehalten werden müssen. Im Laufe des Brennenvorgangs nehmen die Details des Drachens immer mehr Gestalt an, und eine Fülle unglaublich feiner Details offenbart sich. Die Arbeit des Emailleurs endet in der Regel mit dem Auftragen einer abschließenden Schicht durchscheinender Emaille, die für den Glanz- und Tiefeneffekt sorgt, der die Kontraste des Bildes hervorhebt.


Vacheron Constantin Les Cabinotiers Malte Tourbillon

Malte Tourbillon: Hommage an Haussmann

Die historische Reise von Vacheron Constantin in Europa führt uns nach Paris, wo die Marke seit dem frühen 19. Jahrhundert eine eigene Vertretung hat und deren heutiges Stadtbild auf die Architektur des legendären Georges Eugène Haussmann im Zweiten Kaiserreich zurückgeht. Les Cabinotiers Malte Tourbillon – „Hommage an Haussmann“ zeichnet sich durch das hochfeine Manufakturkaliber 2790 SQ mit Handaufzug aus. Ein extra-flaches, skelettiertes Uhrwerk mit Tourbillon-Regulator, Datum und Gangreserve.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Malte Tourbillon

Auf dem Gehäuse aus 18-karätigem 5N Roségold hat die Hand der keine Fläche unberührt gelassen. Zudem sind die Lünette und der Gehäuseboden kreisförmig perliert und mit Godrons versehen, die auf der Vorderseite rund und auf der Rückseite ausgehöhlt sind. Während die Bandanstöße mit konkaven Godrons versehen sind, bieten die Gehäuseflanken ein Schaufenster der Kunstfertigkeit und erinnern daran, dass diese Uhr mit ihrem extra-flachen Kaliber bloß 12,7 mm hoch ist. Das Motiv greift Baron Haussmanns Stadtgestaltung auf, der zunächst das Gesicht von Paris vereinheitlicht hat, um dann die Ausschmückung mit Ornamenten zu fördern, was zur Folge hat, dass die gesamte Hauptstadt, samt ihrer Denkmäler, Fassaden und Parks von Löwen erobert werden. Die Flanken der Uhr werden ebenfalls von dem Raubtier als Basrelief-Skulptur bestimmt, die von einem Fries umgeben ist. Nach dem Abzeichnen des Dekors mit einem besonderen Anreißer erstellt der Graveur ein Champlevé, indem er das Material um die Motive herum abträgt, deren Volumen mit einem Stichel herausgearbeitet wurde. Das Ergebnis ist eine unglaublich detaillierte Tiefenwirkung – 4/10 Millimeter für den Löwen und 2/10 Millimeter für den Fries –, die zudem poliert werden muss. Diese äußerst feine Bearbeitung strebt dabei das richtige Gleichgewicht zwischen dem Glanz des Metalls und dem Volumenrelief an, bei dem die Schattenwirkung durch kleine Einschnitte oder Liniengravuren hervorgerufen wird.


Vacheron Constantin Les Cabinotiers Sites Mémorables

Sites Mémorables: die unvergesslichen Sehenswürdigkeiten

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts setzt Vacheron Constantin den Wunsch in die Wirklichkeit um, von dem historischen Sitz im Herzen von Genf aus asiatische Länder zu erkunden und Handelskontakte, insbesondere mit China, zu knüpfen. Dieser Drang spiegelt sich auch in den vier Uhren Les Cabinotiers – „unvergessliche Sehenswürdigkeiten“ wider, deren handgravierte Zifferblätter von historischen Abbildungen berühmter architektonischer Stätten im Fernen Osten und in Genf inspiriert sind. Die Zeitmesser sind mit dem Manufakturkaliber 1120 ausgestattet, einem der schlanksten Automatikwerke, die je hergestellt wurden.

Vacheron Constantin Les Cabinotiers Sites Mémorables

Auf den Zifferblättern werden vier historische Stätten mit einer neuen Gravurtechnik realisiert, bei zwei davon auch in Kombination mit Damaszener-Verzierung. Jedes Zifferblatt besteht aus mehreren Gelb-, Weiß- und Roségold-Plättchen, die nebeneinander die verschiedenen Elemente des Gemäldes bilden oder sich sogar überlagern, um dieser Assemblage mehr Tiefe zu verleihen. Die Herausforderung besteht darin, Platten bearbeiten zu müssen, die nicht mehr als 0,4 bis 0,8 mm dick sind und somit nicht tiefer als 1 bis 2/10 Millimeter graviert werden dürfen. Für die Herstellung eines einzigen Zifferblatts werden ganze 200 Stunden benötigt. Die hoch präzise Arbeit des Graveurs gibt den Reliefs Gestalt, erzeugt die Tiefenschärfe und lässt die Natur lebendig werden. Jede Zifferblatt-Komposition findet in einem 40-mm-Gehäuse aus 18-karätigem 5N Roségold Platz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von Vacheron Constantin hier.


Bilder ©Vacheron Constantin • Watchlounge Redaktion