Vacheron Constantin Overseas Automatik: Zwei neue 34,5-mm-Varianten
Roségold, Edelstahl und lackierte Zifferblätter: Vacheron Constantin erweitert die Overseas Automatik um zwei kompakte Modelle mit eigenem Farbcharakter
Die Overseas ist bei Vacheron Constantin längst mehr als die sportliche Linie im Katalog. Sie ist die Kollektion, in der die Maison ihre eigene Vorstellung einer eleganten Sportuhr formuliert: technisch klar, reisefähig, hochwertig verarbeitet und mit jener Formensprache, die das Malteserkreuz nicht nur als Logo, sondern als gestalterisches Prinzip versteht. Ihre Wurzeln reichen bis zur 222 von 1977 zurück, 1996 wurde daraus die Overseas. Seitdem hat Vacheron Constantin die Kollektion mehrfach überarbeitet, ohne ihre Grundidee aufzugeben.

Mit zwei neuen Automatikmodellen in 34,5 mm ergänzt Vacheron Constantin nun die kompaktere Seite der Linie. Beide Uhren verzichten auf Diamantenbesatz und konzentrieren sich auf Proportion, Farbe und Material. Damit stehen sie in einem Bereich, der in den vergangenen Jahren deutlich wichtiger geworden ist: kleinere Luxus-Sportuhren, die nicht als verkleinerte Versionen größerer Modelle wirken sollen, sondern als eigenständige Ausführungen mit klarer Haltung.
34,5 mm als bewusste Größe
Das Gehäuse misst bei beiden Varianten 34,5 mm im Durchmesser und 9,33 mm in der Höhe. Diese Maße sind kompakt, aber nicht zierlich im klassischen Sinn. Die Overseas bleibt auch in dieser Größe als sportlich-elegante Uhr erkennbar. Die sechseckige Lünette, das integrierte Metallarmband und die zentralen Bandglieder mit Bezug zum Malteserkreuz geben der Uhr weiterhin die Architektur der Kollektion.

Gerade der Verzicht auf Diamanten verändert die Wirkung. Die Lünette tritt stärker als Form hervor, nicht als Schmuckfläche. Das macht die beiden Modelle ruhiger und zugleich moderner. Sie wirken weniger wie klassische Damenmodelle, sondern wie kompakte Overseas-Varianten, die bewusst auf Farbe, Oberfläche und Tragbarkeit setzen.

Die verschraubte Krone, der Sichtboden aus Saphirglas und eine Wasserdichtigkeit bis 5 bar erhalten den praktischen Charakter der Linie. Es geht nicht um eine Sportuhr im professionellen Sinn, sondern um eine Uhr, die Alltag, Reise und formellere Situationen ohne Bruch verbindet.
Roségold mit goldfarbenem Zifferblatt
Die Version in 18-karätigem 5N-Roségold trägt ein lackiertes Zifferblatt in Roségold-Tönen. Die Basis ist im Sonnenschliff satiniert, die äußere Minuterie samtartig gearbeitet. Dadurch entsteht kein harter Kontrast, sondern ein Ton-in-Ton-Bild, das stark über Licht und Oberfläche funktioniert.

Die applizierten Stundenindizes sowie Stunden- und Minutenzeiger bestehen aus 18-karätigem Roségold und sind mit blauer Super-LumiNova versehen. Das ist ein kleines, aber wichtiges Detail. Die Leuchtmasse verhindert, dass die Uhr zu sehr in Richtung reiner Schmuckuhr kippt. Sie bleibt eine Overseas, auch wenn das Goldgehäuse und das warme Zifferblatt ihr eine deutlich weichere Präsenz geben.

Zum Lieferumfang gehören ein Gliederarmband aus Roségold, ein weißes Kautschukarmband und ein weißes Alligatorlederarmband. Damit lässt sich die Uhr deutlich verändern: auf Goldband geschlossen und präsent, auf Kautschuk sportlicher, auf Leder klassischer.
Edelstahl mit tiefrotem Zifferblatt
Die Edelstahlversion ist die ausdrucksstärkere der beiden Neuheiten. Ihr tiefrot lackiertes Zifferblatt besitzt ebenfalls eine satinierte Basis mit Sonnenschliff und eine samtartig ausgeführte Minuterie. In Verbindung mit dem Edelstahlgehäuse entsteht ein klarerer Kontrast als bei der Roségoldversion.

Die Indizes und Zeiger bestehen hier aus 18-karätigem Weißgold und tragen ebenfalls blaue Super-LumiNova. Das tiefe Rot ist dabei nicht nur eine Farbvariante. Es gibt der Uhr eine deutlich eigenständigere Rolle innerhalb der Overseas-Linie. Edelstahl, rotes Zifferblatt und das integrierte Armband ergeben eine sportlichere, etwas kühlere Grundlage, während die zusätzlichen Armbänder den Farbton stärker herausarbeiten.

Auch diese Referenz wird mit drei Armbandoptionen geliefert: Edelstahlband, tiefrotem Kautschukband und glänzend rotem Alligatorlederband mit farblich abgestimmten Nähten. Besonders auf Kautschuk dürfte die Uhr am stärksten ihren modernen Charakter zeigen.
Kaliber 1088/1
In beiden Modellen arbeitet das automatische Manufakturkaliber 1088/1. Das Werk misst 20,8 mm im Durchmesser und 3,83 mm in der Höhe, läuft mit 4 Hz und bietet rund 40 Stunden Gangreserve. Es besteht aus 144 Komponenten und 24 Rubinen. Angezeigt werden Stunden, Minuten, Sekunden und Datum.

Das ist kein Werk, das über Komplikationen auffallen will. Es passt zur Funktion der Uhr: zuverlässig, flach genug für ein elegantes Gehäuse und durch den Saphirglasboden sichtbar. Der Rotor trägt die für Vacheron Constantin typische Ausführung mit Bezug zum Malteserkreuz. Auch hier bleibt die Verbindung zwischen technischer Lösung und gestalterischer Identität erhalten.
Eine Uhr, drei Trageweisen
Das Bandwechselsystem ist bei der Overseas mehr als ein Komfortdetail. Es gehört inzwischen zum Charakter der Kollektion. Beide neuen Modelle können ohne Werkzeug zwischen Metallband, Kautschuk und Alligatorleder wechseln. Das Easy-fit-System erlaubt zudem eine einfache Anpassung.

Gerade bei einer kompakten Overseas ist diese Vielseitigkeit wichtig. Auf Metallband wirkt die Uhr wie eine integrierte Luxus-Sportuhr. Auf Kautschuk wird sie deutlich entspannter. Auf Alligatorleder rückt sie näher an eine elegante Alltagsuhr.

Einordnung
Die beiden neuen Overseas Automatik-Modelle in 34,5 mm sind keine lauten Neuheiten. Sie erweitern die Kollektion an einer Stelle, die für viele Kundinnen und Kunden relevant ist: bei tragbaren Proportionen, klarer Verarbeitung und einer Ausstattung, die im Alltag funktioniert. Die Roségoldversion setzt auf Wärme und Geschlossenheit, die Edelstahlversion auf Farbe und Kontrast.
Die Preise liegen bei 26.100 EUR für das Edelstahlmodell und 58.500 EUR für die Ausführung in Roségold.
Weitere Informationen zu Vacheron Constantin finden Sie auf der Seite der Marke hier.
Text ©Cedric Schneiders, Watchlounge Editor • Bilder ©Vacheron Constantin









