Watchlounge × IWC: Next Space Age Exhibition in Düsseldorf

Ein Abend zwischen 90 Jahren Aviation Engineering und dem nächsten Kapitel der Raumfahrt

Die IWC Boutique auf der Düsseldorfer Königsallee wurde für einen Abend zur Bühne der Next Space Age Exhibition. Gemeinsam mit IWC blickte Watchlounge auf 90 Jahre Aviation Engineering und auf die Frage, wie sich dieses technische Erbe bis in die bemannte Raumfahrt weiterentwickelt. Im Mittelpunkt standen die neue Pilot’s Venturer Vertical Drive und die Partnerschaft mit Vast. Gleichzeitig konnten die Gäste die aktuellen Watches and Wonders Neuheiten wie IWC ProSet und die Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar Ceralume aus nächster Nähe erleben.

Für einen Uhrenabend braucht es manchmal nicht viel mehr als die richtigen Uhren und genügend Zeit, sie tatsächlich zu entdecken. Genau darum ging es bei der Watchlounge × IWC Next Space Age Exhibition in der Boutique an der Königsallee 22 in Düsseldorf. Das Thema des Abends spannte dabei einen ungewöhnlich großen Bogen. Seit 90 Jahren beschäftigt sich IWC mit Fliegeruhren und den technischen Anforderungen der Aviation. Die Ausstellung zeigte, wie sich dieser Ansatz von klassischen Instrumentenuhren über moderne Materialien und Konstruktionen bis zur nächsten Herausforderung weiterentwickelt: der bemannten Raumfahrt.

Die Uhren waren dabei nicht nur Ausstellungsstücke. Die Gäste konnten aktuelle Modelle in die Hand nehmen, anlegen und miteinander vergleichen. Dazwischen blieb genügend Zeit für Gespräche mit Sammlern sowie den Teams von IWC und Watchlounge.

Next Space Age: Von der Aviation in den Orbit

Im Zentrum der Ausstellung stand die Zusammenarbeit zwischen IWC und dem US Raumfahrtunternehmen Vast. Seit 2025 ist IWC Official Timekeeper von Vast. Das Unternehmen entwickelt mit Haven-1 eine kommerzielle Raumstation, deren Start aktuell für 2027 vorgesehen ist.

Aus dieser Zusammenarbeit ist auch eine der außergewöhnlichsten IWC Neuheiten der Watches and Wonders 2026 entstanden: die Pilot’s Venturer Vertical Drive Ref. IW328601. Sie ist die erste IWC Tool Watch, die von Grund auf für die Anforderungen bemannter Raumfahrt entwickelt wurde. Vast hat die Uhr anhand der für Haven-1 definierten Anforderungen getestet und offiziell für den Einsatz im Weltraum zertifiziert.

Das ungewöhnliche Bedienkonzept erschließt sich aus diesem Kontext. Eine klassische Krone lässt sich mit den Handschuhen eines Raumanzugs nur schwer bedienen. Deshalb werden die Funktionen der Venturer über ein neu entwickeltes Drehlünettensystem gesteuert. Ein Wippschalter an der Gehäuseseite ermöglicht die Auswahl verschiedener Funktionen, darunter das Aufziehen des Uhrwerks sowie das Einstellen von Heimatzeit und Missionszeit.

Das 44,3 Millimeter große Keramikgehäuse beherbergt das IWC Manufakturkaliber 32722 mit 120 Stunden Gangreserve. Gerade innerhalb der Next Space Age Exhibition wurde deutlich, dass die Venturer nicht einfach eine futuristisch gestaltete Fliegeruhr ist. Ihre Konstruktion folgt sehr konkreten Anforderungen. Das machte sie zu einem der Modelle, über die an diesem Abend besonders lange gesprochen wurde.

ProSet: Der ewige Kalender kann zurück

Neben der Raumfahrtausstellung waren auch die weiteren Neuheiten der Watches and Wonders 2026 zu sehen. Zu den technisch spannendsten gehörten die neuen Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar ProSet Modelle. Seit dem 1985 vorgestellten Da Vinci Perpetual Calendar Chronograph von Kurt Klaus gehört der ewige Kalender zu den prägenden IWC Komplikationen.

Eine Besonderheit des damaligen Systems war die zentrale Bedienung der miteinander synchronisierten Kalenderanzeigen über die Krone. Wurde das Datum allerdings versehentlich zu weit vorgestellt, konnte es nicht einfach wieder zurückgedreht werden. Genau hier setzt IWC ProSet an. Die 2026 vorgestellte Kalenderarchitektur lässt sich über eine einzige Kronenposition sowohl vorwärts als auch rückwärts korrigieren. Datum, Wochentag, Monat, Mondphase und Jahr bleiben dabei synchronisiert.

Auch die Mondphasenanzeige wurde neu berechnet. Laut IWC beträgt die theoretische Abweichung erst nach 1.040 Jahren einen Tag. Gerade beim eigenen Ausprobieren zeigt sich, wie intuitiv sich eine technisch ausgesprochen komplexe Funktion bedienen lässt. Genau dafür bieten solche Abende den richtigen Rahmen.

Ceralume: Wenn die Big Pilot selbst leuchtet

Ein weiterer Blickfang war die Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar Ceralume Ref. IW505801. Die auf 250 Exemplare limitierte Uhr bringt die von IWC XPL entwickelte Ceralume Technologie erstmals in ein reguläres Modell der Pilot’s Watches Kollektion. Bei Ceralume werden Keramikpulver und Super-LumiNova Pigmente miteinander kombiniert. Dadurch leuchtet nicht nur das Zifferblatt. Auch das 46,5 Millimeter große weiße Keramikgehäuse und das Kautschukarmband enthalten Leuchtpigmente.

Nach entsprechender Lichtaufnahme kann die Uhr laut IWC mehr als 24 Stunden in einem intensiven Blauton leuchten. Im Inneren arbeitet das Manufakturkaliber 52616 mit ewigem Kalender und sieben Tagen Gangreserve.

Gerade im direkten Vergleich mit den anderen Modellen zeigt Ceralume eine völlig andere Seite des IWC Engineering. Während bei der Venturer eine konkrete funktionale Herausforderung aus der Raumfahrt im Mittelpunkt steht, geht es hier um die Weiterentwicklung eines Werkstoffs.

Ein Abend zwischen Vergangenheit und Zukunft

Neben Venturer, ProSet und Ceralume konnten die Gäste auch die weiteren aktuellen IWC Modelle und Neuheiten der Watches and Wonders entdecken. Schnell entstanden kleine Gruppen, Uhren wechselten von einem Handgelenk zum nächsten und technische Details wurden ebenso diskutiert wie persönliche Favoriten.

Die Next Space Age Exhibition gab dem Abend dabei einen roten Faden, der weit über eine klassische Präsentation der Neuheiten hinausging.

90 Jahre IWC Aviation Engineering stehen für eine Geschichte, die mit der Entwicklung funktionaler Uhren für Piloten begann. Mit der Zusammenarbeit mit Vast und einer für die bemannte Raumfahrt entwickelten Tool Watch wird dieses Prinzip heute in ein neues Umfeld übertragen.

Genau diese Verbindung ließ sich in Düsseldorf besonders gut erleben: historische Identität, aktuelle Uhrmacherei und die Frage, wohin sich mechanische Instrumente in Zukunft noch entwickeln können.

Weitere Informationen zu IWC finden Sie auf der Seite der Marke hier.


Text ©Cedric Schneiders, Watchlounge Editor • Bilder ©Cedric Schneiders