Girard-Perregaux hat die Kollektion der Laureato in diesem Jahr um zahlreiche Varianten erweitert. Wir haben unseren Favoriten im Sportuhren-Portfolio der Manufaktur aus La Chaux-de-Fonds gefunden und erklären, warum der Laureato Chronograph eine der besten Neuheiten des Jahres ist. 

Zeitgeist 1975

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Als GirardPerregaux im Jahr 1975 die erste Laureato lanciert, sind sportliche Luxusuhren in Stahl en vogue, die aus den klassischen Manufakturen der Schweiz stammen. Typisch für den damaligen Zeitgeist sind kantige Lünetten, dünne Gehäuse mit integrierten Stahlbändern und aufwendige Oberflächenbearbeitungen mit abwechselnd polierten und satinierten Flächen.

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Nachdem die Laureato seit 2016 wieder als unverkennbare Reminiszenz an die Designvorlage aus den 70er Jahren in der Kollektion von Girard-Perregaux zu finden ist, schien es bloß eine Frage der Zeit, bis ein Chronograph in dem ikonischen Design des Modells erscheint. 

Seit diesem Jahr ist es jedenfalls soweit und die Schweizer haben nicht an Varianten gespart. Die Auswahl beinhaltet zwei Gehäusegrößen, 42 und 38 mm, zwei Gehäusematerialien, Edelstahl und Roségold, drei Zifferblattvarianten, blau, silber-blau und schwarz-blau sowie zwei Bänder, Edelstahl und Leder. Weil bei so viel Auswahl die Entscheidung oft schwer fällt, haben wir die 42 mm große Variante mit Stahlgehäuse, silber-blauem PandaZifferblatt und integriertem Edelstahlband als Primus inter Pares auserkoren.

Panda-Mania

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Das silber-blaue Zifferblatt des Laureato Chronographen hat uns auf Bildern von Anfang an gefallen und ist in der Live-Betrachtung noch deutlich spannender. Viele kleine Details konkurrieren auf weniger als 4 Quadratzentimetern um die Aufmerksamkeit des Betrachters. 

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Als optische Grundlage des Zifferblatts fällt die silberne Oberfläche mit Clous-de-Paris-Dekor auf, der sich durch seine pyramidenförmige Struktur auszeichnet. Die in klassischer Formation zu findenden Totalisatoren sind mit ihrer rillenartigen Oberfläche in das Zifferblatt eingelassen. Wie auch Zeiger und Stundenindices heben sie sich durch ihr Dunkelblau farblich von der silbernen Basis ab. 

Allerdings braucht es einfallendes Licht, damit diese Details ihre Farbe von scheinbarem Schwarz zu tatsächlichem Blau wechseln. Wer die Uhr am Handgelenk mit der Sonne spielen lässt, wird durch die zahlreichen Applikationen und unterschiedlichen Oberflächenstrukturen eine Tiefe feststellen, die mit faszinierend noch zurückhaltend beschrieben ist.

Eckig, gewölbt und anschmiegsam

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Mit diesen Adjektiven lässt sich das Gehäuse des Laureato Chronographen beschreiben. Wie bereits erwähnt, haben wir uns für die Variante mit dem 42 mm großen Gehäuse aus Edelstahl entscheiden. Allerdings nicht irgendeinen Stahl, sondern die Legierung 904L, die besonders korrosionsbeständig ist und nach der Bearbeitung einen hohen Glanz aufweist. Zudem wird diese Legierung seit vielen Jahren auch von Rolex verwendet. Die abwechselnd polierten und satinierten Flächen von Gehäuse und Armband sind zwar eher anfällig als resistent gegenüber Tragespuren, aber eine individuelle Patina hat dem Charme einer Uhr noch nie geschadet. Am Handgelenk macht der Chrono dank ergonomisch geformter Anstöße und des anschmiegsamen Armbandes von Anfang an Spaß. 

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Eine Doppelfaltschließe mit eingelassenen Initialen des Herstellers hält die Uhr am Handgelenk. Sie lässt sich durch zwei dezente Drücker an der Unterseite in intuitiv öffnen. 

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Was uns außerdem positiv aufgefallen ist, sind die relativ kurzen Gewinde der Chronographendrücker, deren Verschraubungen sich mit einer Drehbewegung öffnen und wieder schließen lassen. Bei uns hat es dazu geführt, dass wir nicht nur schneller, sondern auch öfter mit dem Stopp-Mechanismus der Laureato hantiert haben. 

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Wie alle Werke von GirardPerregaux stammt auch dieser Antrieb aus der eigenen Manufaktur und bietet immerhin 46 Stunden Gangreserve. Auch wenn das AutomatikKaliber 03300013 einen beachtlichen Finissierungsgrad mit Genfer Streifen, anglierten Kanten und Streifenschliff aufweist, verbirgt sich die Mechanik hinter einem gravierten Gehäuseboden aus Edelstahl. Er sorgt in Kombination mit den verschraubten Bedienelementen und dem beidseitig entspiegelten Saphirglas für eine Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern. So kann man mit dem Laureato Chronograph am Arm ohne Sorge – aber mit verschraubten Drückern – ins Meer springen. 

Fazit

Der Girard-Perregaux Laureato Chronograph

Girard-Perregaux hat mit dem Laureato Chronographen seine Kollektion um zahlreiche spannende Varianten erweitert. Vor allem die Konfiguration mit dem 42 mm großen Stahlgehäuse, silber-blauem Panda-Blatt und integriertem Metallband halten wir für besonders reizvoll. 

Wer bereit ist, für diese Uhr gegenwärtig 15.000 Euro zu zahlen, erhält einen stählernen Luxus-Sportler, der neben echter 70s DNA ein EyeCatcher Zifferblatt mit optischer Tiefe, 100 Meter Wasserdichtigkeit, hohen Tragekomfort sowie ein Manufaktur-Kaliber bietet. Wir bleiben dabei, hier haben wir es mit einer der stärksten Neuheiten des Jahres zu tun. 

Text & Bilder: © David Schank