Girard-Perregaux Laureato Three Gold Bridges
Zwei Ikonen, eine Architektur
Die Three Gold Bridges ist mehr als eine neue Variante der Laureato. Sie verknüpft zwei Konstanten der Manufaktur: die 1975 eingeführte Sport-Ikone mit integrierter Optik und die seit 1867 kultivierte Dreibrücken-Architektur, bei der die Mechanik sichtbar Teil des Designs ist. Für das 50-jährige Laureato-Jubiläum interpretiert Girard-Perregaux dieses Motiv als skelettierte Frontbühne – mit Brücken aus Weißgold, auf einer Achse für Federhaus, Räderwerk und Tourbillon. Technik und Gestaltung greifen ineinander; nichts wirkt additiv.

Gehäuse und Proportionen
Beide Ausführungen kommen in 41 mm. Das Gehäuse ist aus Edelstahl, die achteckige Lünette aus Weißgold. Saphirglas vorn und hinten, 30 m Wasserdichtheit. Die Minuterie sitzt als feiner Rehaut am Innengehäuse, darüber „schweben“ applizierte Indizes aus Weißgold mit blauer Leuchtmasse – eine moderne Lösung, die Lesbarkeit bringt und den Blick auf das Werk frei lässt. Die Version ohne Edelsteinbesatz misst 10,85 mm in der Höhe; die diamantbesetzte liegt bei 11,25 mm.

Werk & Architektur: GP9620
Das speziell für die Three Gold Bridges entwickelte Manufakturkaliber GP9620 arbeitet mit 3 Hz und bietet mindestens 55 Stunden Gangreserve. Der Mikrorotor aus Platin sitzt unsichtbar direkt unter dem Federhaus – automatischer Aufzug, ohne die Transparenz der Vorderseite zu stören. Die Brücken bilden das funktionale Rückgrat: oben Federhaus (mit Rotor darunter), in der Mitte Räder- und Zeigerwerk, unten das Tourbillon mit kleiner Sekunde. Der ikonische Käfig in Lyraform besteht aus Titan. Handwerklich setzt GP hier ein Ausrufezeichen: 418 von Hand polierte Fasen, davon 362 Innenwinkel – Finissage als Lichtregie.

Tragegefühl & Bedienung
Die überarbeitete Laureato-Geometrie bleibt klar erkennbar: Lünette als Spannung zwischen Acht- und Rundform, stärkere Fasen, präzisere Kanten. Das integrierte Stahlband mit gewölbten Gliedern schmiegt sich an; die Dreifach-Faltschließe besitzt eine werkzeuglose Feineinstellung um bis zu 4 mm – praktisch im Alltag und diskret umgesetzt. Stabzeiger in Weißgold mit Leuchtmasse führen ruhig über die offene Werksbühne. Alles wirkt straff, aber nicht hart, technisch, aber nicht kalt.

Die puristische Ausführung
In der Variante ohne Edelsteinbesatz setzt die Three Gold Bridges ganz auf Kontrast und Tiefe: Stahl/Weißgold außen, feinsatinierte und polierte Flächen, darüber die helle Metallgrafik der drei Brücken. Der fehlende Zifferblatt-Träger erzeugt echte Durchsicht; die Mechanik liest sich wie eine Skizze in Metall. Wer die Dreibrücken-Idee in ihrer klarsten Form erleben will, landet hier – reduziert, technisch, ohne Schmuckargument.

Die diamantbesetzte Lünette
Die zweite Ausführung wählt eine andere Dramaturgie: 32 Baguette-Diamanten (~3,2 ct) sitzen unsichtbar gefasst in einer maßgefertigten Weißgold-Lünette. Die Kanalfassung gleicht Toleranzen der Steine aus; alle Diamanten liegen exakt auf gleicher Höhe. Die achteckige Geometrie fordert den Fasser zusätzlich – zu den Ecken hin verbreitert sich der Kanal minimal, damit das Lichtspiel über die komplette Form konsistent bleibt. So wird die Laureato bewusst zum Schmuckstück, ohne die technische Bühne zu verdecken.

Funktionen & Alltag
Die Anzeige bleibt konzentriert: Stunden, Minuten, kleine Sekunde auf dem Tourbillon. Das skelettierte Layout ist erstaunlich alltagstauglich, weil Minuterie und Indizes sauber führen. Der Platin-Mikrorotor hält die Uhr am Handgelenk unaufdringlich in Gang; die Taktung mit 3 Hz passt zum Anspruch auf Eleganz statt Maximalsport. 30 m Dichtheit ist ehrlich kommuniziert – das ist eine feine Uhr, keine Tool-Watch.

Einordnung, Referenzen, Preis
Girard-Perregaux erzählt mit der Laureato Three Gold Bridges, wie man zwei der ältesten Markencodes in die Gegenwart holt: das integrierte Sport-Design und die Dreibrücken-Architektur. Wer die reine Idee möchte, wählt die Ausführung ohne Edelsteine (Ref. 99112-58-3576-1CM), limitiert auf 50 Exemplare und gelistet bei 177.000 €. Wer maximale Brillanz sucht, greift zur Version mit diamantbesetzter Lünette (Ref. 99112-58S3451-1CM); sie ist nicht limitiert und steht bei 239.000 €. Beide teilen das Kaliber GP9620 mit 303 Komponenten, 33 Lagersteinen, 55 h Reserve – sowie die Handschrift eines Uhrmachers, dessen Initialen dezent auf einer kleinen Weißgold-Platine verewigt sind. Verfügbar ab dem 19. November 2025 bei autorisierten Händlern.
Weitere Informationen zu Girard-Perregaux finden Sie auf der Seite der Marke hier.
Text ©Cedric Schneiders, Watchlounge Editor • Bilder ©Girard-Perregaux









