Review: Der neue Fortis Flieger F-43 Bicompax 

Fortis zeigt mit seinem neuen Flieger F-43 Bicompax in welche Richtung die Zukunft der Marke steuert und was Toolwatchfans in den kommenden Monaten und Jahren erwartet. Der Flieger selbst führt die Tradition eines großen Klassikers fort, der seit über 30 Jahren ein wichtiger Teil der Fortis Kollektion ist. Er steckt voller überraschender Details und möchte nicht nur des Piloten Uhr, sondern dessen Werkzeug sein. Vor der heutigen Premiere konnten wir den Flieger im schweizer Fortis HQ ablichten, testen und der Frage auf den Grund gehen, in welches Beuteschema der neue F-43 Bicompax passt. 

Der Fortis Flieger B43 Bicompax

Seit 1912 in Grenchen, seit 2018 mit neuer Schubkraft

Seit 1912 produziert Fortis im schweizerischen Grenchen. Damals wie heute in dem selben Gebäude inmitten des beschaulichen Ortes, aus dem man sich über Jahre den Ruf erarbeitet hat, zuverlässige Toolwatches zu bauen, die mit markantem Design und robuster Technik überzeugen. Der Flieger ist nun die erste komplett neu designte Uhr, seitdem Jupp Philipp als Eigentümer und CEO vor zwei Jahren die Schubhebel in der Hand genommen hat und Fortis mit neuer Power versorgt. 

Der Fortis Flieger B43 Bicompax

Um die Bedeutung des neues Fliegers für Fortis zu unterstreichen, baut die Marke eine fokussierte Kollektion um das Modell auf, die in den kommenden Monaten durch drei zusätzliche Versionen erweitert wird. Den Start übernimmt heute der F-43 Bicompax Chronograph.

Um dem Anspruch eines Werkzeuges für Piloten am Handgelenk gerecht zu werden, stellt Fortis die Ablesbarkeit kompromisslos an erste Stelle. Mit deutlichen Kontrasten heben sich Schriftzüge, Indexe und Zeiger von dem schwarzen Untergrund des Zifferblattes ab. Wie der Modellname bereits verrät, kennzeichnet die Uhr ein bi-compaxes Layout mit zwei Hilfszifferblättern auf drei und neun Uhr. 

Des Fliegers Gesicht: Eine Ode an die Ablesbarkeit 

Der Fortis Flieger B43 Bicompax

Damit der Flieger in extremen Situationen so schnell wie möglich abgelesen werden kann, verfügt er über eine kreisförmig gebürstete Minuterie mit stark leuchtenden, applizierten Indexen. Diesen umlaufenden Ring nennt Fortis „Brixtrack“ und er sorgt – zusammen mit den Rillen der Hilfszifferblätter – für eine dreidimensionale Wahrnehmung des Zifferblattes.

Um bei schwierigen Lichtverhältnissen zumindest am Handgelenk klare Sicht zu haben, wurde die Leuchtmasse in auffälligem „C5 Flieger Grün“ gewählt. Außerdem erhält mit Berlac Flour Orange die ins Auge stechende Fortis-Farbe an Schlüsselpositionen der Uhr Einzug. Neben dem Stoppsekundenzeiger und der Umrandung des Minutenzählers sind auch das Datumsfenster sowie ein Abschnitt zwischen 55 und 05 Minuten am nördlichen Ende des Zifferblattes damit gekennzeichnet. Letzteren nennt Fortis nun „Synchroline“, die beim Formationsfliegen dafür sorgen soll, dass die Piloten ihre Uhren um +/- 5 Sekunden synchronisieren können. 

Das Gehäuse des F-43 Bicompax: robuster Stahl, mattes Finish

Das Gehäuse der neuen Fortis

Damit der Flieger alle Missionen von Alltag bis Action meistert, ist sein Gehäuse besonders robust. Aus hartem Edelstahl mit matt gebürsteter Oberfläche misst es 43 mm im Durchmesser. Die Drücker verfügen über ein feinmaschiges Gittermuster gegen das Abrutschen beim Bedienen, definitiv ein praktisches Feature. Zudem sind Krone und Gehäuseboden verschraubt, was im Zusammenspiel mit dem Saphirglas dazu führt, dass der Flieger auch problemlos unter Wasser eingesetzt werden kann. Die Druckresistenz liegt bei beachtlichen 20 bar, die ungefähr 200 Meter Tauchtiefe entsprechen. 

Ein schwarzer Ring trennt das Gehäusemittelteil von der Lünette mit 12-stündiger GMT-Anzeige. Insgesamt verfügt der Zeitzonen-Mechanismus über 24 Rasterungen und lässt sich dank Kugellagerung angenehm bedienen. Auch hier wurde dem Abrutschen vorgebeugt, was umlaufende Rillen am äußeren Rand der Lünette vermeiden sollen. 

Das Band der neuen Fortis

Damit der Flieger sicher am Handgelenk sitzt, hat Fortis sein Metallarmband direkt mit dem Gehäuse verschraubt. Das dreiteilige Block-Bracelet ist ebenso wie das Gehäuse aus gebürstetem Stahl gefertigt und verzichtet auf alles, was keine zweckdienliche Aufgabe am Handgelenk erfüllt. Damit folgt die Uhr dem neuen Fortis-Credo:

„Es gibt keine Funktion ohne Design und kein Design ohne Funktion“ 

Viel Funktion steckt im Inneren der Schließe. Über einen Druckknopf lässt sich dort die Bandlänge durch ein Schiebesystem justieren und je nach Situation anpassen. Ein Feature was vor allem im Sommer seinen Nutzen ausspielt, wenn das Handgelenk bei heißen Temperaturen an Umfang gewinnt und die Uhr zu spannen droht. 

Der Gehäuseboden der neuen Fortis 

Auf der Rückseite findet ihr den verschraubten Gehäuseboden mit stilisierter Propeller-Gravur im Zentrum. Wer genau hinschaut, entdeckt die neue Botschaft, die Fortis dem Modell verpasst hat: „Ohne Flieger wäre der Himmel nur Luft“. Ein Spruch, der in seiner Kantigkeit zur Uhr passt. 

Ansonsten arbeitet hinter dem Gehäusedeckel das robuste Kaliber UW-51 mit automatischem Aufzug, Sekundenstopp, Datumsschnellschaltung und 48 Stunden Gangreserve. 

Fazit: Der Fortis Flieger F-43 Bicompax 

Wirstshot der Fortis Flieger B43 Bicompax

Mit dem Flieger F-43 Bicompax zeigt euch Fortis in welche Richtung sich Design und Funktionalität der Modelle in Zukunft entwickeln werden. Den Startschuss dafür markiert dieser Chronograph mit markanten Proportionen und deutlichen Farbkontrasten für starke Ablesbarkeit. Er trägt auf den ersten Blick die Flieger-DNA und den Charakter einer Toolwatch in sich, wofür Fortis seit Jahrzehnten bekannt ist. Am Handgelenk sitzt die Uhr mit ihrem Metallarmband sicher und fest. Durch seine vergleichsweise feingliedrige Struktur und die Geometrie der Anstöße wickelt sich das Block-Bracelet auch um schmalere Handgelenke ohne überproportioniert zu wirken.

Wirstshot der Fortis Flieger B43 Bicompax

Zusätzlich ist der Flieger auch mit einem schwarzen Lederband erhältlich, das in Deutschland gefertigt wird und dessen Rohmaterial naturgegerbt wurde. Die Preise liegen bei 3.800 Euro für die Variante mit Metallarmband und bei 3.300 Euro am Lederband. Dafür liefert Fortis die modernste Interpretation ihres Fliegers mit maskulinem Design, robustem Look und durchdachten Details, die nicht nur für die Sinn machen, die im Flugzeug das Steuer in die Hand nehmen. 

Weitere Informationen zum Fortis Flieger F-43 Bicompax sowie seine wirklich sehenswerte Landingpage findet ihr hier


Text & Bilder: © David Schank, Watchlounge