Hands-On: Fortis Aeromaster Professional Chronograph 

Ein Meer aus Lichtern, Displays, Schaltern und Knöpfen. Es leuchtet, blinkt und flimmert. Modernste Technik so weit das Auge reicht und sofortige Reizüberflutung für jeden, der zum ersten Mal im Cockpit eines Militärflugzeuges sitzt. Maschinen wie die F/A-18 Hornet schießen seit den späten 1970er Jahren durch die Lüfte und sind noch heute die Wahl der Schweizer Luftwaffe. Was sich damals wie heute trotz einer Vielzahl technischer Weiterentwicklungen nicht geändert hat, ist die Uhr. Die mechanischen Uhren am Handgelenk des Piloten. Denn während Elektronik ausfallen kann, dienen analoge Zeitmesser als wichtiges Backup in der Luft, um im Notfall die Funktion untätiger Systeme auszugleichen. Was sich als Pilotenuhr beweisen möchte, muss deshalb einige Voraussetzungen erfüllen, um im Ernstfall mit ins Cockpit zu dürfen. Die schweizer Toolwatch Spezialisten von Fortis haben uns ihren Aeromaster Professional Chronograph zukommen lassen, der Profi-Werkzeug für Piloten sein soll. Um herauszufinden, was die Uhr im Alltag zu bieten hat, haben wir die Aeromaster für euch getestet.

Der Fortis Aeromaster Professional Chronograph

Was Piloten brauchen und Uhrensammler schätzen

Damit innerhalb des Cockpits bei Sonneneinstrahlung keine störenden Spiegelungen von der Uhr ausgehen, sollten Pilotenuhren über ein Gehäuse mit reflexionsarmer Oberfläche verfügen. Der Aeromaster Professional Chronograph von Fortis verfügt über ein Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl, das mit einer mattschwarzen PVD-Beschichtung überzogen wurde. Diese Beschichtung reagiert nicht nur unempfindlich auf grelles Licht, sondern schützt dank einer Dicke von 2,5 Mikron auch den Korpus der Uhr gegenüber Kratzern. Beide Punkte sind nicht nur im Umfeld eines Berufspiloten nützlich, sondern auch im normalen Alltag von Uhrensammlern und Toolwatchfans.  

Der Fortis Aeromaster Professional Chronograph

Wer fliegt und seinen mechanischen Chrono als Backup an den Arm schnallt, sollte optimale Ablesbarkeit von der Uhr erwarten, damit auch in kürzester Zeit wichtige Informationen vom Zifferblatt und seinen Helfern abgelesen werden können. Deutliche Kontraste an der richtigen Stelle verbessern die Ablesbarkeit deutlich und von diesen Kontrasten hat die schwarze Fortis Aeromaster einige zu bieten. Was in der Ferne wie ein Tarnkappenbomber für das Handgelenk scheint, entpuppt sich bei näherer Betrachtung eher als Musterlösung für Zifferblattaufbau und Farbgestaltung eines Military Chronographen. 

Das Zifferblatt der Uhr

Von dem mattschwarzen Untergrund des Zifferblattes heben sich schneeweiße Schriftzüge, Kalenderfenster, sowie Stunden-, Minuten- und Chronomarkierungen deutlich ab. Die Stundenindexe sind sogar erhaben und wie die Zeiger mit Superluminova Leuchtmasse großzügig belegt. Letzteres sorgt dafür, dass auch bei totaler Finsternis das Ablesen der Zeit gewährleistet werden kann. Alle Anzeigen des Chronographen werden zudem mit roten Zeigern dargestellt, damit keine Verwechselung mit der normal laufenden Sekunde auf neun Uhr stattfindet. Tag und Datum werden klassisch in Form zweier horizontal positionierter Fenster auf drei Uhr angezeigt. Auf einen Blick alle Informationen im Blick? Ja, das ist bei der Aeromaster Professional der Fall.

Das Gehäuse der Uhr

Robuster Chronograph und die Pionierarbeit der Automatikuhr 

Um zuverlässig die Zeit anzeigen und Intervalle stoppen zu können, braucht es einen robusten Antrieb, der sich über Jahre bewährt hat. Deshalb arbeitet in dem Aeromaster Professional Chronograph das Automatik-Kaliber UW-50 mit Day-Date Kalenderanzeige und circa 48 Stunden Gangreserve. Durch einen Gehäuseboden mit Saphirverglasung wird zudem der gravierte und verzierte Rotor freilegt. Besonders interessant ist an dieser Stelle der Hinweis „World´s First Manufacturer Of Automatic Wristwatches“, denn gemeinsam mit dem englischen Uhrmacher John Harwood entstanden aus einer Kooperation im Jahr 1926 die ersten in Serie gefertigten Zeitmesser mit automatischem Aufzug. Von Fortis haben wir in diesem Zusammenhang gehört, dass die Fertigung eigener Werke in Zukunft ein Ziel ist, dessen Umsetzung hohe Priorität genießt. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, lest ihr hier davon. 

Das Werk der Uhr

Am Handgelenk sitzt der Aeromaster Professional Chronograph dank eines Cordura-Bandes komfortabel und sicher. Natürlich ist es matt und schwarz und passt damit zu dem generellen Gestaltungsschema der gesamten Uhr. Eine Dornschließe befestigt die Uhr schlussendlich und sorgt im Gegensatz zu viel verbreiteten Faltschließen für einen angenehm flachen Aufbau am Handgelenk.  

Der Fortis Aeromaster Professional Chronograph

Fazit: Fortis Aeromaster Professional Chronograph

Mit dem Aeromaster Professional Chronograph hat Fortis eine echte Toolwatch im Portfolio, die für die Anforderungen von Piloten gebaut wird, aber auch ohne Flugschein den Alltag jedes Uhrenfans und -sammlers bereichern kann. Die dunkle Erscheinung verleiht ihr dank schwarzem Zifferblatt, Band und PVD-beschichtetem Gehäuse einen besonders sportlichen Auftritt. Das Ablesen aller Informationen und Anzeigen wird durch die starken Kontraste auf Zifferblatt und Zeigern zur Selbstverständlichkeit. Am Handgelenk sitzt sie dank Cordura-Band fest und bequem zugleich, was alles andere als selbstverständlich ist. Den Preis dieses robusten Pilotenwerkzeugs für zivile Handgelenke setzt Fortis mit 3.210 Euro an. Dafür bekommt man nirgends auch nur annähernd einen Pilotenschein, dafür aber das Feeling echter Piloten an das eigene Handgelenk. 

Weitere Informationen zu Fortis und dem Modell findet ihr hier


Text & Bilder © David Schank, Watchlounge