Bulova Lunar Pilot „Budii“
Limitierte Timascus Edition zum 150. Jubiläum
Bulova feiert sein 150 jähriges Bestehen mit einem außergewöhnlichen Chronographen, der Uhrmacherkunst und moderne Kunst vereint. Die Rede ist vom neuen Lunar Pilot x Budii Limited Edition Chronographen, Referenz 98A329, einer Neuinterpretation des legendären Bulova Lunar Pilot, der sogar bei einer Apollo Mondmission zum Einsatz kam. Diese streng limitierte Edition entstand in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Künstler Thiago Rosinhole und kombiniert Bulovas Erbe in der präzisen Zeitmessung mit einem Hauch von Street Art und Popkultur. Das Ergebnis ist ein Sammlerstück, das gleichermaßen historische Bedeutung und kreativen Esprit in sich trägt.

150 Jahre Geschichte treffen auf moderne Kunst
Seit seiner Gründung im Jahr 1875 in New York hat Bulova immer wieder Innovationsgeist bewiesen, von frühen technischen Meilensteinen bis hin zur Präsenz bei Raumfahrtmissionen. Dass ein Bulova Chronograph 1971 bei Apollo 15 getragen wurde, ist Teil dieser Erzählung, eine Uhr als Werkzeug, nicht als Dekor.

Mit der Lunar Pilot „Budii“ Edition knüpft Bulova daran an und schlägt zugleich eine Brücke in die Gegenwart. Zum Jubiläum wagt die Marke die Kooperation mit Thiago Rosinhole, der für seine bunten Figuren namens Budii steht. Rosinholes Stil bringt Urbanität und Popästhetik in ein Modell, das bislang eher über Technik und Historie definiert war. Es ist ein mutiger Schritt, nicht Sonderfarbe, sondern ein echter Blickwechsel.

Zifferblatt, Indizes, Zeiger
Unter dem flachen Saphirglas liegt das Zentrum der Edition, ein Zifferblatt aus Timascus Titan, gefaltet im Damaszener Verfahren. Das Muster wirkt wie ein topografischer Rhythmus aus Linien, Wellen und Farbübergängen, blau, bronzefarben, manchmal fast schwarz. Wichtig ist, Timascus ist nicht einfach Textur, sondern Material, das mit Licht arbeitet. Je nach Winkel kippt die Oberfläche von kühl zu warm, von ruhig zu lebendig. Damit wird die Uhr nicht laut, aber sehr präsent.

Die silbernen Totalisatoren setzen bewusst Ordnung gegen diese Bewegung. Drei Zähler, konzentrisch satiniert, klar skaliert. Dazu arabische Ziffern und kräftige Leuchtpunkte beziehungsweise Strichmarken mit Super LumiNova, Funktion vor Ornament. Der blaue Tachymeter Ring rahmt das Ganze und gibt dem Zifferblatt eine technische Kante. Auch die Zeiger bleiben im Lunar Pilot Sinne, breit, gut ablesbar, als Werkzeug gedacht. Selbst das 262 kHz Branding auf dem unteren Zähler sitzt hier wie ein technischer Stempel, nicht elegant, aber ehrlich.

Gehäuse & Proportionen
Das Edelstahlgehäuse misst 43,5 mm im Durchmesser und ist 13,2 mm hoch. Das ist kein zierlicher Chronograph, sondern ein Stück mit Gewicht und Fläche. 180,2 g am Handgelenk sind spürbar, aber genau das passt zur Lunar Pilot Idee, ein Instrument, nicht ein Accessoire.

Die Gehäusefarbe ist als bicolor angegeben, in der Praxis wirkt die Uhr wie ein Wechselspiel aus dunkleren, glänzenden Flächen und helleren Kanten, je nach Licht, je nach Perspektive. Dazu kommen schlanke, blaue Chronographendrücker, die wie feine Akzente auf dem massiven Körper sitzen. Die Krone trägt den Bulova Stimmgabel Akzent, ein kleines Detail, das die Marke sofort sichtbar macht.
Werk & Chronographen Praxis
Im Inneren arbeitet das High Performance Quartz Kaliber NP20 Y0C. Entscheidend ist die Frequenz, 262 kHz. Dadurch erreicht Bulova eine hohe Ganggenauigkeit von plus minus 5 Sekunden pro Monat und, mindestens genauso wichtig, eine Chronographenbewegung, die deutlich fließender wirkt als bei klassischen Quarzwerken. Der Stoppsekundenzeiger tickt nicht grob, sondern läuft mit einer feineren Schrittfolge. Das ist kein mechanischer Sweep, aber es fühlt sich näher dran an, mehr Timing Tool, weniger Digitalgefühl.

Die Funktionen sind klar, Datum, Stoppuhr bis 12 Stunden, Minuten und 1/20 Sekunde, sechs Zeiger insgesamt. Im Alltag heißt das, Start, Stopp, Reset mit sauberen Druckpunkten, gut ablesbare Totalisatoren und eine Logik, die ohne Bedienungsanleitung funktioniert. Saphirglas vorn, verschraubter Boden hinten, das ist die robuste Auslegung, die man bei einer Uhr in dieser Kategorie erwartet. Mit 5 bar Wasserdichtigkeit bleibt sie alltagstauglich gegen Spritzwasser und Regen, Schwimmen ist grundsätzlich möglich, aber es ist vor allem eine Uhr fürs Tragen, nicht fürs Wasser.

Band & Tragegefühl
Bulova liefert ein dreigliedriges Edelstahlarmband in Silberfarbe mit Faltschließe. Optisch ist es die ruhige Bühne für das Zifferblatt, glatt, reflektierend, technisch. Am Handgelenk verteilt es das Gewicht gut, wirkt aber bewusst präsent. Das passt zum Gehäuseformat und zur Idee, dass eine Lunar Pilot nicht verschwindet. Wer eine leichtere Uhr sucht, wird hier nicht glücklich. Wer eine Uhr will, die man spürt, schon.

Rückseite, Edition & Sammlerlogik
Die Budii Edition kommt mit einer Budii Gravur auf dem Gehäuseboden und einer individuellen Nummerierung innerhalb der limitierten Auflage von 5.500 Exemplaren. Dazu gibt es eine exklusive Figur in einer speziell angefertigten Sammelbox. Das ist mehr als Verpackung, es ist Teil der Geschichte. Bulova verkauft hier nicht nur eine Uhr, sondern ein Jubiläumsobjekt, das die Zusammenarbeit mit Rosinhole sichtbar macht, auch dann, wenn die Uhr im Safe liegt.

Einordnung & Fazit
Die Bulova 98A329 Lunar Pilot x Budii ist eine Edition, die nicht versucht, geschmackssicher zu sein. Sie entscheidet sich. Timascus als Zifferblattmaterial ist ein starkes Statement, weil es die Oberfläche zum Hauptdarsteller macht, ohne die Funktion zu verwässern. Die klare Chronographen Architektur, die Leuchtmasse, der Tachymeter und das 262 kHz Quarzwerk halten die Uhr auf Kurs, Tool Charakter statt Kunstobjekt Übermut.
Mit einer UPE von 1.550,00 € positioniert Bulova die Uhr im ambitionierten Bereich für Quarzchronographen. Die Gegenleistung ist eine Mischung aus Raumfahrt Mythos, High Performance Quarz und einer limitierten, künstlerisch klar codierten Ausführung. Für wen, für Sammler, die den Lunar Pilot als Plattform verstehen, und für alle, die ein technisches Modell nicht nur über Spezifikationen, sondern über Material und Bildsprache lesen.
Weitere Informationen zu Bulova finden Sie auf der Seite der Marke hier.
Text ©Cedric Schneiders, Watchlounge Editor • Bilder ©Cedric Schneiders, Watchlounge









