A. Lange & Söhne Zeitwerk Date
Die digitale Mechanik im neuen Goldton
2025 präsentiert A. Lange & Söhne eine neue Version der Zeitwerk Date – in Rotgold, mit grauem Zifferblatt und bewährter technischer Raffinesse. Die mechanisch-digitale Uhr bleibt ein Meilenstein der zeitgenössischen Uhrmacherei. Mit der Zeitwerk Date in Rotgold erweitert A. Lange & Söhne im Jahr 2025 seine wegweisende Kollektion mechanischer Digitaluhren um eine weitere Variante – formal vertraut, technisch unberührt, ästhetisch geschärft. Die Referenz 148.033 bleibt dem uhrmacherischen Fundament treu, das 2019 mit dem neuen Kaliber L043.8 gelegt wurde, bringt aber erstmals ein Rotgoldgehäuse mit grauem Zifferblatt ins Spiel – eine zurückhaltend-edle Kombination, die das architektonische Zifferblatt der Zeitwerk subtil akzentuiert. Was bleibt, ist das, was diese Uhr seit jeher so einzigartig macht: das exakt springende Zeitanzeige-System, der patentierte Nachspannmechanismus, die intuitive Datumsanzeige in Ringform – und nicht zuletzt ein Uhrwerk, das sowohl im Aufbau als auch in der Energiearchitektur zu den konsequentesten Konstruktionen der zeitgenössischen Uhrmacherei gehört.
Mechanisches Digitalprinzip mit Charakter
Die Zeitwerk-Kollektion, 2009 eingeführt, stellte ein disruptives Konzept in die Mitte der Feinuhrmacherei: mechanische Sprungziffern, angetrieben von einem Federhaus, gesteuert durch ein komplexes Nachspannwerk, und das alles verpackt in das gewohnte Qualitätsniveau der A. Lange & Söhne Manufaktur. Die Idee war ebenso radikal wie logisch: Wenn schon Digitalanzeige – dann konsequent mechanisch. Die Folge: ein neuartiges Anzeigeformat, das Zeit in ihrer numerischen Klarheit abbildet, ohne sich von den Prinzipien traditioneller Uhrmacherei zu lösen.
Das Zifferblatt der Zeitwerk Date 2025 ist durch drei Elemente strukturiert: links das Fenster für die Stunden, rechts das Doppelfenster für die Minuten und mittig unten die kleine Sekunde. Über all dem liegt die charakteristische Zeitbrücke aus naturbelassenem Neusilber, die funktional wie formal das Zentrum des Modells bildet. Außen umlaufend zieht sich der glasbedruckte Datumsring, der das jeweilige Tagesdatum mit einem rot eingefärbten Segment markiert – ein System, das sowohl optisch integriert als auch funktional intuitiv ist.
Das Kaliber L043.8 – Energie trifft Kontrolle
Die Zeitwerk Date 2025 wird vom Kaliber L043.8 angetrieben – einem Handaufzugswerk, das vollständig in der Manufaktur A. Lange & Söhne entwickelt und gefertigt wurde. Es besteht aus 516 Einzelteilen, ist mit 70 Lagersteinen ausgestattet – darunter zwei verschraubte Goldchatons – und bietet eine Gangreserve von 72 Stunden bei einer Frequenz von 18.000 Halbschwingungen pro Stunde (2,5 Hz).
Im Zentrum steht das patentierte Nachspannwerk, das zwei Funktionen erfüllt: Es reguliert zum einen die gleichmäßige Kraftabgabe zur Unruh und ermöglicht zum anderen das energiereiche Umspringen der Zeitanzeige exakt zur vollen Minute bzw. Stunde. Besonders eindrucksvoll: Zur vollen Stunde schalten sich alle drei Scheiben gleichzeitig weiter – ein mechanisch höchst anspruchsvoller Vorgang, der eine kräftige, gezielte Energiefreisetzung erfordert.
Die Gangreserveanzeige bei 12 Uhr („AUF/AB“) ist klassisch für Lange und gibt verlässlich Auskunft über den Zustand des Aufzugs. Einmal voll aufgezogen, arbeitet das Werk drei Tage lang konstant – ein spürbarer Fortschritt gegenüber der ersten Generation der Zeitwerk-Kaliber mit nur 36 Stunden Gangautonomie.
Datum im Kreis – Eine Lösung mit Logik
Mit dem Jahr 2019 wurde die Zeitwerk Date erstmals vorgestellt – ausgestattet mit einem Zusatzmechanismus, der sich nahtlos in das bestehende Anzeigenkonzept integrierte. Die Umsetzung zeigt den konstruktiven Ehrgeiz der Manufaktur: Statt eines Fensters oder einer zusätzlichen Skala wählte man einen vollständig umlaufenden Datumsring, bestehend aus bedrucktem Glas. Ein kleines rotes Segment auf einem darunter liegenden, beweglichen Ring markiert das jeweilige Datum. Täglich um Mitternacht springt dieser Ring exakt eine Position weiter.
Diese Lösung erfordert ein hohes Maß an Präzision – nicht nur mechanisch, sondern auch gestalterisch. Die exakte Ausrichtung der 31 Ziffern auf dem Glasring, ihre gleichmäßige Verteilung und die korrekte Positionierung des roten Segmentes bedürfen feinmechanischer Perfektion. Gleichzeitig bleibt das Zifferblatt klar gegliedert, lesbar und funktional.
Die Korrektur erfolgt intuitiv: Über einen dezent eingelassenen Drücker bei 4 Uhr lässt sich die Stundenanzeige vorwärts schalten, der Datumsring wiederum wird über den Drücker bei 8 Uhr justiert – mit spürbarem, definiertem Widerstand und sattem Klick. Diese Lösung erleichtert nicht nur die Bedienung, sondern schützt auch das Werk, da die Korrekturimpulse unabhängig vom ausgeübten Druck stets mit gleichbleibender Kraft ausgelöst werden.
Materialität und Proportion
Die neue Zeitwerk Date 2025 wird erstmals in Rotgold angeboten – ein warmer Ton, der im Zusammenspiel mit dem grau rhodinierten Zifferblatt aus massivem Silber eine moderne, dabei aber zurückhaltend elegante Ausstrahlung erzeugt. Der Gehäusedurchmesser beträgt 44,2 Millimeter, die Bauhöhe liegt bei 12,3 Millimetern – trotz der komplexen Mechanik bleibt die Uhr tragbar, insbesondere durch die harmonische Gehäuseform mit kurzen Bandanstößen.
Der Boden besteht aus Saphirglas, verschraubt, mit Blick auf das von Hand dekorierte Werk: Dreiviertelplatine mit Glashütter Streifenschliff, anglierten Kanten, gebläuten Schrauben und der unverkennbaren Handgravur auf der Unruhbrücke – jedes Stück ein Unikat.
Zeitwerk als Kollektion – Ein kurzer Rückblick
Seit ihrer Premiere 2009 hat sich die Zeitwerk-Familie zu einer eigenen Produktwelt innerhalb des Hauses Lange entwickelt. Neben der klassischen Version kamen Varianten mit akustischen Funktionen (Striking Time, Minutenrepetition), limitierte Handwerkskunst-Modelle und eben die Zeitwerk Date hinzu – stets mit dem Anspruch, technische Innovation und klare Gestaltung zu verbinden.
Die Zeitwerk Date in Rotgold bildet innerhalb dieser Linie ein bewusst alltagstaugliches Modell: Keine akustischen Komplikationen, kein skelettiertes Zifferblatt, kein Lumen – sondern Konzentration auf das Wesentliche. Sie ist nicht die komplexeste Zeitwerk – aber vielleicht die vollständigste.
Die A. Lange & Söhne Zeitwerk Date Ref. 148.033 ist nicht limitiert, aber in begrenzter Stückzahl gefertigt. Sie wird ausschließlich über Boutiquen und ausgewählte Konzessionäre erhältlich sein.
Weitere Informationen zu den A.Lange & Söhne Neuheiten finden Sie auf der Seite der Marke hier.
Text ©Cedric Schneiders, Watchlounge Editor • Bilder ©Cedric Schneiders









